Der Wolfsspitz

Der Wolfsspitz ist aufgrund seines freundlichen und gelehrigen Wesens ein idealer Einsteigerhund. Durch seine ausgeprägte Geduld und seinen liebevollen und menschenbezogenen Charakter passt er hervorragend zu Familien mit Kindern. Zu seinen Eigenschaften gehören Instinktsicherheit und ein starkes Nervenkostüm. Der Charakter dieser Hunderasse ist unkompliziert. Der Wolfsspitz akzeptiert andere Haustiere ausnahmslos als Mitglieder seines Rudels. Er ist kinderfreundlich und geht behutsam mit ihnen um.

 

Seine Erziehung sollte ohne Drill und Zwang erfolgen.

 

Der Wolfsspitz ist liebebedürftig und sucht die Nähe zu seinen Besitzern. Wolfsspitze sind sehr soziale Hunde und eignen sich deshalb auch für Menschen, die sich einen Zweithund anschaffen möchten. Der Bewegungsdrang dieser Rasse ist eher schwach ausgeprägt. Deshalb ist der Wolfsspitz auch ein angenehmer Begleiter für ältere Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, das Bewegungsbedürfnis eines lauffreudigen Hundes auszulasten. Dennoch freut sich auch der Wolfsspitz über ausgedehnte Spaziergänge und abwechslungsreiche Nachmittage auf dem Hundeplatz. Durch seine Gelehrigkeit ist er auch für Freunde verschiedener Hundesportdisziplinen wie Agility und Obedience ein arbeitswilliger Begleiter.

 

Er ist ein wachsamer Hund, aber keineswegs aggressiv.

 

Das dichte Fell des Wolfsspitzs benötigt zeitweise ein wenig Pflege. Übertriebenes Bürsten und ständige Besuche beim Hundefrisör sind jedoch unnötig. Da Wolfsspitze sich sehr eng an ihre Familie binden, sollten diese Hunde nicht unnötig lange allein gelassen werden. Für berufstätige Menschen ist die Anschaffung eines solchen Hundes nur dann empfehlenswert, wenn die Betreuung tagsüber durch ein Familienmitglied gewährleistet werden kann.

Wolfsspitz - Keeshond

 

Wer sich intensiver mit Wolfsspitzen beschäftigt, wird schnell auf den oft synonym gebrauchten Begriff des Keeshonds stoßen. Hierzu ist zu sagen, dass das Wort „Keeshond“ aus dem Niederländischen stammt und in seiner ureigenen Bedeutung erst einmal nichts weiter als „Spitz“ heißt.

Im niederländischen wird dementsprechend auch unterschieden zwischen:
„Grote grijze Keeshond“ = Großer grauer Spitz, oder auch

„Wolfsgrijze Keeshond“  = Wolfsgrauer Spitz
„Grote Keeshond“ = Großspitz,
„Middelgrote (oder auch: Middenslag) Keeshond“ = Mittelspitz,
„Kleine Keeshond“ = Kleinspitz und
„Dwergkeeshond“ = Zwergspitz.

 

Im angelsächsischen Sprachraum (GB und USA), als auch in Skandinavien, wird die Bezeichnung "Keeshond" ausschließlich für das verwendet, was in Deutschland im Allgemeinen als "Wolfsspitz" bezeichnet wird. Alle anderen Spitzrassen sind international als "German Spitz" bekannt.


Dies geht auf die Verbreitung dieser Hund aus einer britischen Zucht hervor, bei der ein bestimmter Phänotyp züchterisch bevorzugt wurde, d.h. die Hunde wurden auf bestimmte äußerliche Merkmale gezüchtet. Vom Genotyp her haben diese Hunde prinzipiell dasselbe Erbgut wie ein Wolfsspitz, sehen allerdings etwas anders aus.

Ein Keeshond ist für gewöhnlich etwas kleiner und kompakter als der Wolfsspitz. Ferner hat der Keeshond einen kürzeren etwas kleineren Kopf und im Allgemeinen wesentlich mehr Fell als der Wolfsspitz, leider oft auch „Glubschaugen“. Farblich sind Keeshonden häufig heller haben aber immer noch die charakteristische Zeichnung  mit dem Wolfsspitz gemein.

Um beide Zuchtrichtungen wieder zu vereinen, haben der FCI und VDH die Widerristhöhe für Wolfsspitz/Keeshond nach unten angepasst. Einige Rüden „alter Art“ übertreffen diesen neuen kompromittierten Rassestandard deutlich.

 

In Osteuropa unterscheidet man noch sehr wohl zwischen Wolfsspitz und Keeshond und es gilt mittlerweile als erstrebenswert, wenn ein Wolfsspitz eine Linie „alten Typs“ aus Tschechien oder der ehemaligen DDR aufweisen kann.

 

Dieses ist vielleicht relevant, wenn man auf entsprechende Papiere Wert legt, es gibt aber nach wie vor in Westdeutschland genügend Wolfsspitze alter Art, welche nur nicht registriert sind, da sie aus alten Linien stammen, welche über Generationen als Hof-, Wach- und Familienhund gezüchtet wurden. Diese Linien gilt es zu erhalten. Auch wenn sie nicht in Vereinen und Verbänden organisiert sind, bringen sie doch kerngesunde, vom Wesen her einwandfreie, Hunde hervor, welche – je nach Auge des Betrachters - sogar schöner sind als das lange verfolgte "Keeshond"-Idealbild der Verbände.

 

Einen variantenreichen Ansatz zur Zucht der deutschen Spitze findet man mittlerweile im IHV, welcher auch einem gewissen Inzuchtgedanken Rechnung trägt.

 

In diesem Sinne haben wir sowohl Anka vor vier Jahren als auch nun den Deckrüden ausgewählt und wenden uns mit unserer Hobbyzucht an Interessenten, die Wert auf Gesundheit und Wesen sowie Erhaltung des alten deutschen Typs legen.

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© Christian Betz